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Digitalfunk leert die Kassen der Vereine
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Bernhard Krumpel ist zufrieden. Der Geschäftsführer der Firma Tetron (einer Kooperation von Motorola mit Alcatel) ist in Tirol mit dem Aufbau und dem späteren Betrieb des digitalen Funknetzes beauftragt. "Tirol hat hier eine Vorreiterrolle", sagt Krumpel, "die Vorarbeiten liegen voll im Plan."
Der österreichweite Ausbau des Digitalfunks kostet 133 Millionen Euro. 80 Prozent übernimmt das Innenministerium, 20 Prozent steuern die Länder bei. An die 20 Millionen Euro investiert allein Tirol in die Funk-Zukunft. Zum Paket gehören auch die Integrierte Landes-Leiststelle (ILL) sowie das neue Warn- und Alarmsystem (WAS).
"Im Jänner starten wir mit einer Testphase", kündigt Krumpel an. Ist die erfolgreich, gehen die ersten Benützer ans Netz. Krumpel: "Zuerst die Exekutive, dann nach und nach die anderen." Ziel sei, dass binnen kurzer Zeit alle Tiroler Blaulichtorganisationen am Digital-Netz hängen. "Vor allem bei Großeinsätzen ist es unbedingt notwendig, dass alle Beteiligten miteinander kommunizieren können."
Aber Digitalfunk ist nicht billig. 700 bis 1000 Euro kostet ein Gerät. Im Endausbau "sind in Tirol bis zu 6000 Geräte notwendig", sagt Herbert Walter vom Landes-Katastrophenschutz. Tirols Blaulichtorganisationen müssen also vier bis sechs Millionen Euro auftreiben. Natürlich werde das Land helfen, wo es geht, aber: "Grundsätzlich müssen sich die Organisationen die Geräte selber beschaffen."
"Woher nehmen?", fragt sich da Rot-Kreuz-Präsident Reinhard Neumayr: "Wir können nicht alles zahlen. Da geht es um einige Hunderttausend Euro - das übersteigt unsere Möglichkeiten." Er hoffe auf eine Beteiligung durch das Land. Ähnlich geht es anderen Rettungsorganisationen: Auch sie kauen schwer an der finanziellen Eintrittshürde ins digitale Zeitalter.
Landesfeuerwehr-Kommandant Klaus Erler hat's ein wenig leichter: "Die Erstausstattung der 341 Freiwilligen Feuerwehren übernimmt das Land. Dafür wird seit Jahren eine Rücklage gebildet." Die Basis-Stationen seien bereits bestellt, gleich viele tragbare Geräte folgen. Erler: "Wir verwenden den Digitalfunk zuerst als Führungsfunk und stellen dann schrittweise um."
Quelle: www.tirol.com
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Geschrieben am 28. Okt. 2005
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